jooki
Vermögensschnitt statt Schuldenschnitt

3 Kommentare | 04.12.2012 | Ideologies, Politics |

ESM Eurorettungsschirm – rettet natürlich nur die Profite von Hedgefonts, Großbanken und Oligarchen.

Aber so wie es läuft, wäre es eine Dummheit beim Schlachtfest der demokratischen Gesellschaft nicht mit zu verdienen. Es sei denn, man ist unvermögend – finanziell wie ethisch – auf die Pleite Europas zocken und gehört folglich zu den Verlierern.

Die Bankenrettung stabilisierte ein System, das für die Volkswirtschaften den zwangsläufigen, strukturellen Kollaps bedeutet, das Hinauszögern macht es qualvoller. Da gibt es nichts dramatisieren, da werden klare Verhältnisse geschaffen:

Die weltweite Verschuldung der Staaten beläuft sich inzwischen auf geschätzte 40 Billionen. Es wäre ein Klacks, diese zu tilgen und das weltweite Leid zu stoppen, denn die worldwide angehäuften, Privat- und Firmen-Vermögen belaufen sich auf etwa 100 Billionen. Das Geld was unseren Gesellschaften fehlt ist in zu großem Maße in der Hand von Menschen, die es weder brauchen noch verdient haben. „Es ist nicht weg, das haben nur andere.“

Die Lösung heißt dementsprechend nicht Schuldenschnitt sondern Vermögensschnitt. Deutschland hat das nach dem Krieg auch gemacht und mit 30-40 % Sonderabgabe auf große Vermögen die Schulden der Barberei ausglichen.

3 Gedanken zu „Vermögensschnitt statt Schuldenschnitt

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  2. hal

    Ich hab‘ im Urlaub was von Hans Ulrich Wehler, so nem, eigentlich recht konservativen, Geschichtsprofessor aus Bielefeld zur gut zementierten Sozialen Ungleichheit in Deutschland nach dem Krieg gelesen und war beeindruckt, was der so für Zahlen zusammengetragen hat. Aber ist ja auch sein Job. Naja, hier kann man’s gut nachlesen:

    http://lesesaal.faz.net/wehler/texte.php?tid=2

    Ich finde immer wieder interessant, wie scheinbar versteckt sich die Ungleichheiten reproduzieren. Zu Recht feiert Wehler Bourdieu ab, der dabei dem Habitus eine entscheidende Rolle zuspricht. Das funktioniert super und ist auch nicht so gräßlich offensichtlich.

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