Archiv für den Monat: Januar 2012

jooki
Der Aufstieg des Christentums

| 30.01.2012 | jochen knochen, religiöse feelings | 1 Kommentar

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=qEFIxlb22Ek[/youtube]

Gut das endlich mal geklärt zu haben, gönnt euch die halbe Stunde. Rolf Bergmeier referiert hier herrlich nüchtern, wie unsere europäische Identät durch christliche Werte und Grundsätze geprägt wurde: Nämlich gar nicht ( im positiven Sinne :)

Alle Beiträge der Fachtagung der TU Berlin zum Vatikan (am 10.9.2011) vor dem Papstbesuch in Berlin sind komplett aufgezeichnet worden: http://hpd.de/node/12007

 

j
Deichkind – Illegale Fans

| 27.01.2012 | ideologies, mukke, nerdy stuff, politics, schöne worte, technology, Tous les Crêpes | Kein Kommentar

Hier noch was ausm Breitband: Auch Deichkind zeigen wie schon Jan Delay Verständniss mit sog. „Raubkopierern“. Mir ist das vom Style her zu sehr Bumms-Prollo-Hip-Hop aber die Sache ist gut!

video via Awesome Robot

P.S.: Falls jemandem das gefällt, den Scheiß gibt’s nur auf fucking Fuckbook für umsonst zum loaden. Und natürlich bei Rapidshare.

j
366 Days of Music / Breitband

| 26.01.2012 | juhu!, knowledgable, mukke, nerdy stuff, politics, technology, Tous les Crêpes, wertvoll | Kein Kommentar

Wer genug hat von all den Datennazis und der Contentmafia, dem seien hier zwei Dinge ans Herz gelegt, die ich durch diesen Artikel auf Netzpolitik gefunden habe:

Breitband von dradio kultur, eine Sendung zu Netzthemen, moderiert (zumindest in der aktuellen Ausgabe …) von Philip Banse (euch hoffentlich bekannt aus Medienradio und Küchenradio), bei der freie Musik gespielt wird (ähnlich ja wie auch z. B. bei den Podcasts vom Fnordfunk des CCC Mainz).

Genau da wurde auch auf 366 Days of Music vom Phlow Magazine verwiesen, jeden Tag im Jahr ein Stück Creative Commons Musik, und im Gegensatz zu dem was beim Fnordfunk so läuft oder dem ganzen unsäglichen Quatsch auf Jamendo (dass da nichts geht merkt man auch daran, dass diese Seite einfach immer noch so unendlich hässlich ist +______+) ist das, was ich da bisher gehört hab auch ziemlich geil.

Check it!

P.S.: Louis CK, der ja hier auch wieder für Begeisterungsstürme gesorgt hat, hat übrigens mit seiner ohne DRM für 5$ zum Download angebotenen Show schon über 1 Mille gemacht. Nur eine weitere Erfolgsstory, die beweist, dass die Contentmafia völlig überflüssig ist (und Leute Sachen auch legal kaufen obwohl es den Schit natürlich auch als Torrent gibt) zumindest, wenn man schon einigermaßen bekannt ist.

 

UPDATE: Hier, weil’s ziemlich gut ist ein Teil aus der aktuellen Breitband-Sendung, ein Interview mit Thomas Reintjes über die Gated Communities von FB&Co, die Unfähigkeit der Regierenden und Apples Pläne den Schulbuchmarkt zu vergewaltigen:

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/21/drk_20120121_1410_f074c778.mp3]

jooki
Größenwahn ersten Ranges

| 24.01.2012 | jochen knochen, religiöse feelings | 3 Kommentare

[youtube width="500" height="290"]http://www.youtube.com/watch?v=BPErPIU0at0[/youtube]

Gut gebrüllt Michael Schmidt-Salomon, aber wie lässt sich dieser “Größenwahn einer Spezies” erklären? Ist es nicht der von Herden und Einzeltieren innerhalb dieser Spezies gegen einander betriebene Größenwahn, der das Ganze dann problematisiert?

Religion scheint mir als pfiffiger psychologischer Komplex. Religiöse Erzählung gilt hier und heute erstmal als etwas Privates und indviduell sehr Schönes und Kritik eine stressiger Prozess der Auseinandersetzung. Ein ganz archetypisches Problem der menschlichen Kultur, mit Begeisterung Ja sagen, fällt leichter als ein kritisches Nein.

A Story with Benefits: das ewige Leben, die Wiedergeburt und ein sorgender und sinnstiftender Gottpapa nur als Paradebeispiel. Empirische Hinweise oder nur den kleinsten Anhaltspunkt für die Existenz solch übernatürlicher Phänomene fehlen naturgemäß. Umso bohrender die Frage – wozu die menschliche Beharrlichkeit bedingungslos zu glauben, was nicht glaubwürdig ist?

Dabei ist die Antwort ebenso verführerisch schlicht. Ich lege dazu mal die Bibel weg und nehme ein Spiderman Comic zur Hand. Es entwirft eine Welt voll mit einfach strukturierten Problembären und der Spinnenmann liefert funktionierende Haudrauf-Lösungen. Nenn es “Fantasy” oder “Fiction”, das wird sich reingezogen, weil’s gefällt und mit rasanter, opulenter Einfachheit besticht. Natürlich werden moralische Werte transportiert, den “mit Großer Power kommt auch große Verantwortung”. Vielmehr wird hier ein Weltbild gezeichnet, dass eine Abweichung zur Realität darstellt, indem es nur für Menschen funktioniert, die über Hochhäuser springen können und zum Glück realisiert das weitestgehend jeder Spiderleser.

Irrwitzig Idee, etwas für wahr zu halten, nur weil es gut gefällt? Realität als Geschmacksfrage nachdem es noch nicht mal mehr Indizien gibt?
Den Menschen fehlt schlicht die emotionale und kritische Distanz zu Ihrer religiös geprägten Weltanschauung.

Kniff dieses psychologischen Pfiffs ist schlicht – was sich im Alltag beispielsweise als gut gelaunter, harmloser Jesuswahn darstellt, aus dessen gemeinschaftlichem Exzess “Wir unsere Identität” schröpfen, wird auf gesellschaftsübergreifender Ebene zur Grundlage für den kulturellen Clash der Zivilisationen. Die im Privaten unserer Gesellschaft zelebrierte, individuelle Religiösität, entfaltet ihren problematischen Charakter, sobald jemand wie George Walker Bush, sich für einen wiedergeborenen Heilsbringer der Christen hält, mit besten Absichten von Millionen Amerikanern gewählt und dann fängt der plötzlich an im Irak in wenigen Jahren 130.000 Zivilisten wegmetzeln, ein bloody Bodycount für den Saddam Hussein mindestens 600 Jahre alt hätte werden müssen.

Dieser Krieg war in der Herbeiführung wie in seinen Folgen geopolitischer Unsinn und hatte seinen fusste in der USweit grassierenden evangelikalen Überlegenheitshybris. Oder nehmen wir die Sunniten und Schiiten, die sich nun in dem zerschossenen Land an die Gurgel gehen? Was sorgt bei Isrealis und Palästinensern womöglich für jahrzehntelange Konfliktunfähigkeit oder zwischen orthodoxen Serben, römisch-katholischen Kroaten und muslimischen Kosovaren auf dem Balkan, deren Konflikte man hierzulande gerne als ethnisch betrachtet, allesamt leben Sie in einem religiös definierten oder begründeten Nationalismus oder Konfessionsnationalismus und damit hätten wir auch die zentralen Konfliktherde der letzten Zeit abgeklappert.

.. der Text ist natürlich bis auf weiteres ein fragment.. zumindest muss ich mal was essen! Küsschen und bis später…