jooki
36 Euro GEMA Gebühr auf Smartphones

11 Kommentare | 22.03.2012 | Ideologies, Jokey Joke, Mukke, Politics |

Für Smartphones zahlt man übrigens eine Pauschalabgabe von 16 – 36 Euro (12 € für ohne Touchscreen) für Urheberrechtsverwertung, unter anderem an GEMA & Co! Nehmen sie den Taschenrechner oder die Fantasie zur Hilfe um sich dass Sümmchen vergegenwärtigen. Dann stellen sie ihr Smartphone an und versuchen damit Gema geschützte Musik auf Youtube zu schauen.

Man kommt sich vor wie im Zoo, GEMA ist eines der bürgernahesten Paradebeispiele, für mutierende Staatsstrukturen. So blutsaugende Mutanten, geronnen aus der ursprünglich sinnvollen Idee. Neulich hab ich einen Artikel über deren Abrechnungssystem GEMA Pro gelesen. Als Musik schaffender Künstler hast Du Chancen, dein Geld von der Gema wieder zukriegen. Und zwar genau wenn Du mal einen Schlager oder 80’s Kracher geschrieben hast und die Rechte daran hälst, den sie so & so oft pro Woche, Sender und Hotelpiano abdudeln. Dann setzen Multiplikationsfaktoren an, die für eine bis zu fünfhundertfache Ausschüttung pro Play sorgen, und natürlich dafür, dass du als Singwriter oder Band der in echt lebt, und arbeitet. Mit Gewissheit nur drauf zahlst bei der Gema, spätestens wenn Du Lieder coverst wird es richtig teuer. Obwohl für eine „Hymne“ gecovert werden einfach überleben heißt und der Cover Artist das ebenso verdient hätte. Leben tun davon nur die Labels, Bosse und Rechteverwertungsgesellschaften, diese Knallschergen rotten sich nämlich bei der Gema als die sogenannten „ordentlichen Mitglieder“ zusammen und haben sich diesen Schweinkram ausgedacht der sie jetzt mästet. bahr jeder demokratischen Kontrolle… …ach und dann kommt die GEZ und will monatlich 7,5 Eus von mir, wenn ich so ein Phone hätte das Internet kann.

Diese Beispiele fuchsen mich so exemplarisch, weil staatliche Strukturen in allen Bereichen stramm geschlossen und in die falsche Richtung mutierten und Evolution viel zu Träge ist diese lebensunfähigen Krüppelstrukturen auszumerzen. Dr. Schnoque meinte neulich, dass die Leute hierzulande inzwischen bis Mitte Juli eines jeweiligen Jahres nur für den Staat arbeiten, so man alle diese staatlichen Abzocken einmal summiert…

11 Gedanken zu „36 Euro GEMA Gebühr auf Smartphones

  1. j

    tja, was machen wir gegen diese misere?
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    wie immer nix?
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    ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich steuern jetzt nicht für das problem halte (das war es doch, was „Dr. Schnoque“ meinte?). wenn gerecht besteuert werden würde (superreiche viele abgaben, keine am existenzminimum), wenn es eine wirkliche kontrolle vom staatsbürger/steuerzahler drüber gebe, wie diese gelder verwendet werden, wäre ich sehr bereitwillig dabei viele steuern zu zahlen, wenn es dafür nicht-privatisierte straßen, (kostenlosen?!) önv, wasser und andere grundeinrichtungen geben würde. die gibt es aber natürlich nicht und überschüsse der krankenkassen werden finanzminister stasi-2.0 in den rachen geschüttet, damit er damit banken retten kann oder anderen bullshit.
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    ich will mal wieder ein bischen utupieren: ich denke, dass mehr direkte bürgerbeteiligung, d.h. volksabstimmung zumindest auf kommunaler ebene sehr viel sinn machen würde. wenn wir eine liquid-democracy struktur hätten, bei der es in bestimmten abständen heißen würde: hier so und soviel steuergeld ist da, was soll damit gemacht werden, vorschläge, abstimmung etc. und wer sich dann nicht drum kümmert ist echt selbst schuld.
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    also, piraten wählen, oder was?

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  2. jookiel jocho

    klar man, die wähl ich einfach als statement, dafür das eigentlich irgendwas anderes passieren muss! ich glaube, das steckt hinter deren erfolg, schlicht und ergreifend.

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  3. j

    neue parteien wählen, weil sie kein programm haben und die etablierten alle scheiße sind ist aber auch ein ewiger kreislauf, der nichts ändert.

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  4. jookiel jocho

    Und dann wissen die anderen Parteien ratzfatz wieviel Prozente für sie drin sind wären, sollten sie sich mal ein vernünftiges Programm ausdenken… und ein kleiner Frischluft-Spaziergang vorbei an der Urne hat noch keinem geschadet! ;)

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  5. jookiel jocho

    So, dieser Spreeblick Futzi bringt bringt auch ne gefeierten Artikel darüber, dass die GEMA immer hin nur 128 von 863 Millionen Euro, dies sie einsacken in ihrer Selbstverwaltung verbrennen (knapp 15 Prozent).
    Vielmehr feiert Johny die 85 % die „ausgeschüttet“ werden. Aber die Zahl macht natürlich keinen Sinn, wenn man nicht schaut, wohin die Kohle fließt, alter!:…
    http://www.musiker-online.de/Newsdetails.newsdetails.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=267

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  6. jjobo the hobo

    hier ist noch einer für’s gema-poesie-album von fefe: das ist eine organisation, die sich die nazis (wenn ich die mal als solche beschimpft habe – was ich bestimmt getan habe – hatte ich also recht!) ausgedacht haben und sie verschlingt pro jahr 120mille euro an bürokratie. unfassbar! das war einer der punkte, bei der sie bei der kulturwertmark drauf achten wollen, dass das da NIEMALS! passieren kann.

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