j
Der Sexismus der deutschen Sprache

2 Kommentare | 18.01.2013 | Ideologies, Infotaining Clips, Racebender-Genderblender, Tous les Crêpes |

Ich zuck‘ ja immer zusammen, wenn Frauen sagen: Ich bin Arzt/Student/Bauarbeiter.

Sehr interessanter Vortrag vom 29C3. Ich steig‘ da mal bei einem sehr interessanten Teil ein, diese – ironischen, jaja – Kommentare waren das einzig merkwürdige an dem ansonsten sehr interessanten Vortrag, lohnt sich, nochmal zurückzuspuhlen:

2 Gedanken zu „Der Sexismus der deutschen Sprache

  1. crocklcrockl
    Hab den Vortrag nun nicht ganz geschaut, aber mir will nicht so recht in den Kopf warum ein Verweis auf das Geschlecht im Personalpronomen diskriminierend sein soll. Wer wird diskriminiert?
    Man kann sich nun in die Gender-Diskussion vertiefen und jede geschlechtliche Unterscheidung als obsolet/sozial erzwungen und damit vielleicht auch irgendwann diskriminierend darstellen, aber der hinkende Vergleich mit der Hautfarbe ist nun wirklich sehr suggestiv – weil er sich Zustimmung durch reflexhafte politische Korrektheit erschleicht.
    Wenn in dem Textbeispiel statt des vereinfachenden Personalpronomen jeweils der Name der Person verwendet werden würde, dann wäre der Text nicht nur unendlich aufgeblasen und noch verschwurbelter, sondern man hätte in den Namen immernoch einen Verweis auf das Geschlecht. Ich sag nur DON Correa ..wtf!?

    Dass das generisches Maskulinum eine ganz furchtbare Sache ist, möchte wohl keiner bezweifeln, es hat aber mit dem vorher Gesagten wenig bis nichts zu tun. 
    ODER 
    geht es darum, dass die Rahmenhandlung vorher schon klar gemacht hat: 
    weiblich = Sklavin = schlecht
    männlich = DON = gut
    und die Personalpronomen hier diese Definition sprachlich zementieren?
    Falls ja, wird es nicht klar, oder?
    Antworten
  2. j

    ich denke es ging dabei einfach nur darum zu zeigen, wie fixiert die deutsche sprache (und die meisten anderen) auf das geschlecht ist. und ich finde, dass er das mit dem hautfarbe-beispiel ganz gut klarmacht, wie seltsam es eigentlich ist, das unsere sprache da so krass drauf fixiert ist.
    .
    weil, man könnte das ja sicher auch irgendwie anders lösen (klar ist die bennenung per geschlecht bei paaren am einfachsten aber schon bei zwei männern oder zwei frauen geht dass dann nicht mehr gut).
    .
    per se diskriminierend ist das natürlich nicht, aber ich denke, dass diese sprachliche eigentheit insofern problematisch sein kann weil es ja in einer perfekten welt meistens egal sein sollte, welches geschlecht wir haben, sondern eher um unsere fähigkeiten und blah gehen sollte. aber dem steht schon unsere sprache im wege, indem sie uns immer wieder und wieder darauf hinweist: guck mal, männchen, weibchen, männchen, weibchen, … auch in situationen wo das total unnötig ist.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.