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funny money facts

2 Kommentare | 16.05.2013 | Fakten Fakten Fakten |

Die Datenbank des Internationalen Währungsfonds verzeichnet zwischen 1970 und 2007 schlappe 124 Bankenkrisen, 326 Währungskrisen und 64 Staatsverschuldungskrisen auf nationaler Ebene. (aus einem überschaubaren informativen Artikel der bpb, wie auch folgendes Zitat:)

In längerer historischer Betrachtung zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit von Krisen nicht von dem Entwicklungsstand einer Ökonomie abhängt. Werden alle Bankenkrisen seit 1800 berücksichtigt, dann zeigt sich, dass diese in Nordamerika und Europa insgesamt etwas häufiger auftraten als in den ökonomisch sich entwickelnden Staaten. Auf der anderen Seite dauerten die Krisen in den ökonomisch sich entwickelnden Staaten länger, die Anzahl der krisenbeeinflussten Jahre lag also höher.

Witzig: die D-Mark verlor zwischen 1950 und 2001 80% ihres Wertes und war damit die stabilste Währung der Welt. Zum Vergleich war ein Dollar am Ende dieses Zeitraums nur noch 6 cent wert. (aus Margrit Kennedy: Occupy Money. Bielefeld 2012, S.32)

2 Gedanken zu „funny money facts

  1. jj

    Zu dem Thema sollte man sich auch nochmal (die auffällig wirre) aktuelle Alternativlos-Folge reinziehen. Was genau bedeutet das eigentlich, das niemand die Konsequenzen zieht mal Alternativen zu so einem offensichtlich nicht funktionierendem System sucht? Wo sind die Visionen hin? Politik ist heute nur noch damit beschäftigt uns zu versichern, dass sie alles daran setzen, dass es nicht zu schnell zu schlimm wird.

    Bei Alternativlos wurde das sehr schön am Beispiel Austerity deutlich das hat noch NIE funktioniert. In Krisen zu sparen ist anscheinend so das dümmste was du machen kannst und trotzdem wird das immer und immer wieder gemacht (is‘ halt alternativlos!), siehe grade ca. alle Länder in Südeuropa.

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  2. duhdeduhde Artikelautor

    Ja, die aktuelle Alternativlosfolge ist so interessant wie…breit gefächert…?!

    Es gibt schon einige Menschen, die ziemlich aktiv nach Alternativen suchen, die findet man bescheuerterweise nur selten in den (mächtigen) politischen und wirtschaftlichen Institutionen.
    So richtig bewandert bin ich in der Systemtheorie nicht, aber irgendwie find ich es psychologisch nachvollziehbar und lösungsorientiert gedacht vollkommen absurd, dass Systemimmanente nicht so leicht darauf kommen, an den Fundamenten ihres Systems zu rütteln, gerade, wenns wacklig wird…

    Haben gestern das Occupy Money Buch verschlungen, das ich an dieser Stelle durchaus als Einstieg ins Thema alternative Geldsysteme empfehlen kann, auch, wenn das Buch aufgrund seiner gewürzten Kürze manchmal sehr oberflächlich und polemisch bleibt, habe ich einen guten Eindruck bekommen, was so an funktionierenden Alternativsystemen existiert, welche guten Ideen noch nicht umgesetzt wurden (zum Beispiel, weil die nötige Entscheidung auf politischer Ebene nicht „möglich“ war ARGH, aua), jede Menge spannende Links zum Thema, durch die ich mich in näherer Zeit durchwühle und punktuell hier teilen will.

    Zu hoffen lässt noch die Feststellung , dass nicht erst eine Mehrheit Veränderungen herbeiführt, sondern dass es ausreicht, wenn 10 % etwas verstanden haben und sich anders verhalten. Ich verzichte an dieser Stelle mal darauf, mit dieser These auf den Bewusstheitsgrad der Menschheit insgesamt zu schließen. Das ginge auch zu weit.

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