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Kein Platz für Wadim

Kein Kommentar | 10.01.2013 | Cinematograph, Ideologies, Politics |

Eine der traurigsten wahren Geschichten und zugleich einer besterzählten Dokumentarfilme, die ich je gesehen habe.

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Wadim kommt als kleines Kind mit seiner russischen Familie aus Lettland nach Deutschland. Er wächst in Hamburg auf. Nach zehn Jahren Duldung soll die Familie abgeschoben werden. Weil das bei den Eltern nicht geht, wird der 18-jährige Wadim allein nach Lettland zurückgeflogen – ohne dass er die Sprache beherrscht. Er kann nur Deutsch. Weil er niemanden kennt, bei dem er unterkommen kann, landet er in einem Obdachlosenasyl. Illegal reist er erneut nach Deutschland. Danach beantragt er in mehreren europäischen Ländern Asyl. Frankreich und Belgien lehnen ihn ab, er wird erneut abgeschoben. Nachdem er ein zweites Mal illegal nach Deutschland einreist, nimmt er sich das Leben. Er, der ein so lebensfroher Mensch war, dass sich jeder lebendig an ihn lebendig erinnert, seine Hamburger Freunde, alle Helfer und alle Sozialarbeiter, sogar die Chefs des Betriebs, bei dem er in Lettland zeitweise arbeitet. Wadim wurde 23 Jahre alt.

Eine Weile noch in der ARD Mediathek zu sehen.

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