„Die umfassende Verblödung des politischen Sprachgebarens“

Kein Kommentar | 09.05.2011 | Ideologies, Politics, Tous les Crêpes |

Telepolis hat ein sehr kluges Interview mit dem Autor Wolfgang Schömel über Machtgehabe in Politik und Feuilleton, Neusprech (hier wunderschön mit „Powerpoint Flachsinn“ betitelt), Poe’s Law etc. geführt.

Der Herr lässt unter anderem solches Gold vom Stapel:

„Ich bin nach wie vor Literaturreferent der Kulturbehörde Hamburg. Während der Zeit, in der ich dies bin, hat sich der Politbetrieb konzeptiv stark entleert und sprachlich immer mehr mit Begriffshülsen ausgestattet, die über die Pipeline der Beratungsprosa aus dem Marketing der Wirtschaft fließen. Markante Charaktere wurden durch angepasste ersetzt, durch Leute ohne Eigenschaft. Auch dies wurde in der Wirtschaft vorgezeichnet. Ob Politik auf die Wirtschaft einwirken kann, das hängt von den Personen ab, die die Politik betreiben. Und da sieht es äußerst finster aus.“

Kluger Mann! Das ist eine echt fiese Entwicklung, daß die „Intelligenz“ (Argh …) sich zunehmend resigniert aus der Politik zurückzieht und Lobbyisten und Wirtschaftsarschkriechern das Feld überlässt. Was wollen wir da machen? Resignieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.