100 Idioten für die Contentmafia

2 Kommentare | 17.04.2012 | Ideologies, Politics, Tous les Crêpes |

Ich glaub‘ wir hatten hier diesen Schwachsinn noch garnicht, den es da letztens im Handelsblatt – da müsste einem ja schon klar sein, worum es hier geht – gab. Jetzt hab ich endlich eine Liste mit den 100 „Kreativen“ die sich angeblich gegen die Piraten aussprechen, gefunden und natürlich sind das zum Großteil keine Kreativen, sondern Vorstandschefs und andere Krawattenträger.

Einzige bemerkenswerte Positionen für mich: Juli Zeh auf Platz 2, deren sehr, sehr hohes Bild bei mir da erheblich getrübt wird, und Renate Künast (90). Franka Potente und die Prinzen sind mir herzich egal, ansonsten, pf …

Ich muss mir jetzt nochmal reinziehen, was genau die da unterschrieben haben, dass war ja sicher wieder irgendwie so formuliert, dass man den Leuten dann gut das Wort im Hals umdrehen kann.

Okay, was Juli Zeh sagt hat nichts mit der Contentmafia-Propaganda des restlichen Artikels zu tun:

„Aufs Schärfste verurteilen

Wenn die Forderung der Piraten tatsächlich lauten würde: „Alles umsonst für alle“, müsste man dem aufs Schärfste entgegentreten. Natürlich kann es nicht darum gehen, Künstlern und Kulturschaffenden die Existenzgrundlage zu entziehen. Vielmehr muss Ziel des Spiels sein, das Urheberrecht beziehungsweise die Regelung seiner Verwertung an die neuen technischen Bedingungen anzupassen. Ich hoffe sehr, dass die Piraten – wie andere Akteure auch – bemüht sind, in diesem Sinn einen Interessenausgleich zu erarbeiten. In der aktuellen Debatte wird häufig an den Problemen vorbeigeredet.“

Mit anderen Worten, Juli Zeh hat einfach keine Ahnung, was die Piraten gesagt haben oder wollen – wie ja übrigens die meisten anderen in diesem Artikel – aber sie sagt das auch.

Auch Renate geht klar.

Wie immer ein großer Haufen Bullshit, der die Diskussion oder das Problem in keinster Weise sinnvoll voranbringt. Herzlichen Glückwunsch, liebes Handelsblatt, viel Spaß mit den Klicks.

2 Gedanken zu „100 Idioten für die Contentmafia

  1. j

    die zeit hat das gleiche in grün (via taz): diesmal immerhin „echte künstler“ die es geil finden von der contentmafia ausgenommen zu werden, den status quo behalten wollen ohne der realität ins auge blicken zu können, der debatte nichts beitragen, geschweige denn sie voranzubringen.

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  2. Pingback: web-crap » Post Topic » Wir sind jung und kreativ!

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