4 Gedanken zu „Arundhati Roy ueber den Westen, den Kapitalismus und den ganzen Rest

  1. jobo the hobo

    ich hab grad letztens bei telepolis irgendwo eine kommentar-diskussion zum thema kapitalismus/bge/alternativen gelesen, wo einer mit der „theoretisch könnte man alle menschen gut versorgen, wenn man sich mal zusammenreißen würde“-theorie kam und dann so ein assi meinte, er würde aber nicht wie jemand in afrika/asien leben wollen, er wäre ganz glücklich mit dem, was er (durch die unterdrückung anderer) hat.
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    solange 90% der menschen so denken oder nach so etwas streben, können wir glaube ich alle veränderungen oder wege aus der weltweiten misere vergessen.
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    ich würde mir ja wünschen, dass wir irgendwann checken, das kapitalismus und materialismus bullshit ist aber ich denke vorher werden wir die welt für 90% der menschheit unbewohnbar gemacht haben. deswegen finde ich auch the road von cormac mccarthy so gut, ich denke so wird das enden, die frage ist nur wie bald.

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  2. jobo the hobo

    was für eine weise frau. ich hatte schon immer das gefühl, wenn ich mal sowas wie ein vorbild brauchen würde, wäre sie eine ganz gute wahl und das bestätigt sie hier wieder voll.

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  3. cylixe Beitragsautor

    Ich bin ja grade in diesem Land unterwegs, wo der Sozialismus Religion ist. Ich muss da unbedingt bald mal mit jemand gesundem drueber reden, sonst platzt mir der Kopf. Hier freuen sich also alle ueber den „Prozess“ und was Chavez alles so fuer ein Zeug macht, und die Korruption wird unter den Tisch gefegt, genauso wie jegliches Bewusstsein fuer nachhaltige Energiefuehrung (wozu auch, „wir“ haben ja das Oel)
    Die Opposition ist groesstenteils genau das, naemlich dagegen. Haben ansonsten nicht viel eigene Vorschlaege zu machen. Ein Land voller Tatendrang, aber keiner (ausser die Willkuer Chavezs) weiss so recht, wos lang geht.
    Achja, und die Mittelklasse ist das Boese, man ist nicht einmal neidisch auf sie, oder strebt danach Teil davon zu sein, sondern fuehlt sich wohl als Teil der allgemeinen Armut… Das ist mein deprimierendes Zwischenfazit. Aber ich bin ja noch eine Weile hier und lerne staendig dazu.
    Heute zum Beispiel, wie es sich anfuehlt, wenn auf einer schmalen Ubahntreppe ca. 500 Leute von oben und von unten draengen.
    Crazy stuff.
    Venezuela: anderes Land, ganz andere Problemstellung, kurzfristig zumindest.
    Musste ich jetzt mal loswerden..

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  4. jobo the hobo

    danke für die erfahrungen. das ist ein weiteres kapitel in der menschheitsgeschichte, was mir eigentlich nur zeigt, dass wir nicht für intelligente lösungen gemacht sind: das sowas sinnvolles und eigentlich in der theorie/utopies schönes und gutes wie sozialismus/kommunismus (= kommune, gemeinschaft) in der realität bisher IMMER zu diktatur, korruption und all dem bösen was andere herrschaftsformen auch mit sich gebracht haben, wurde. china, kuba, nordkorea, … deprimierend. natürlich kann man utopien genau wie religionen auch für alles mögliche missbrauchen aber das es immer wieder und wieder geschieht ist irgendwie abstoßend.

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