Das Zauberwort Terrorismus

1 Kommentar | 24.11.2010 | Ideologies, Jokey Joke, Politics |

Man erwacht und liest zum Aufstehen, gleich wieder die offiziellen, staatlichen Terrordrohungen und sieht die Medien vorne wech galoppieren, wetteifern wie geil um die substanzloseste Panikmache, anstatt die Ursprünge erfundener Bedrohungen zu recherchieren. Um diese Wahrnehmung abzurunden fordert S.Kauder (CDU) nun wegen der Terrorgefahr die Einschränkung der Pressefreiheit.

Sicher eine konsequente Antwort auf die Frage, wie lange die Presse an ihrer Selbstabschaffung mittüfftelen will, wenn diese embedded Journalists munter Fiktionen von BKA und Innenministern nachplappern um höchstens noch hinzu zudichten.

Fährt man dieser Tage mal Zug belagern DangerCops mit Maschinengewehren die Bahnhöfe und keiner (von denen) weiß wieso. Soll alles bloß davon ablenken, dass niemand in der politischen Verantwortung hierzulande willens ist eine Arbeits-, Sozial- und Bildungspolitik-Politik zu machen, die mit den Menschen noch irgendwas zu tun hätte? Das offizielle Motto für den selbsterklärten Feierabend der Stellvertreterdemokratie scheint zu lauten:

„Angst fressen Hirn auf! Wählt den Überwachungsstaat, bevor uns die Verhältnisse vollends entgleiten.“

Und diese, bei Politikern allzu beliebte Alternative zur Auseinandersetzung mit den realen Problemen der Gesellschaft lautet augenscheinlich, die Bürger zu beschäftigt und aufgeregt zu halten, als dass sie zum Nachdenken kämen und führt schnurstracks zum erwünschten rechtskonservativen Drift im Wahlverhalten. Der eigentliche Schönheitsfehler dieser Strategie der autosugesstiven Hysterie ist allerdings ihre Blindheit auf dem rechten Auge, genau dort wartet immer noch Irgendwer in den Startlöchern, bereit den Stab zu übernehmen um in besagte Richtig davon zu sprinten, weil er sich eben  noch besser aufs Angstmachen versteht, darauf  fremde Feindbilder zu bedienen und verteufeln.

In dem Zusammenhang möchte ich eine spätsommerliche Urlaubserfahrung aus Wien verarbeiten. Unter dem OriginalSlogan „Mehr Mut für unser Wiener Blut. Zuviel Fremdes tut niemandem gut.“, ist vor kaum mehr als einem Monat die FPÖ in Wien wieder zweitstärkste politische Kraft geworden. Die ungenierte und funktionale Entblödung solcher Fremdenfeindlichkeit im Endstadium, schockiert in Wien wie in ganz Europa. Was tatsächlich alles mit dem schier universellen Zauberwort „Terrorismus“ heraufbeschworen wird, will am Ende wieder keiner gewollt haben oder gewesen sein…

Ein Gedanke zu „Das Zauberwort Terrorismus

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