5 Gedanken zu „Das wird man doch wohl noch zeichnen dürfen!

  1. j

    Genau wie die Netzpolitik-Probleme, kommen auch diese Dinger alle paar Jahre zombiemässig wieder. Meinungsfreiheit(tm) Vs Nazikacke. Da gibt’s halt keine einfache Lösung. Aber lasst uns nochmal ein bisschen mehr Demokratie abschaffen, ein paar Unschuldige weit weg wegbomben und noch weniger Menschen nach Dland reinlassen, dann bleibt der Teufelskreis auf jeden Fall am laufen.

    Mehr dazu auch hier: http://www.derkeineunterschied.de/kontext-zu-rassismus-rassismus-im-kontext/

    (Diesem Comic finde ich übrigens auch eher problematisch, langatmig und verschwurbelt. Das könnte sicher klarer gesagt werden. Aber hey, wenn er denkt, es sei ’ne total coole Idee als Weißer einen schwarzen Menschen als Affen darzustellen und Judenklischees zu reproduzieren um irgendeinen wirren Punkt zu machen: Meinungsfreiheit! Darf er sich aber nicht wundern, wenn Nazis das aus dem Kontext reißen und für ihren Bullshit verwenden).

    Antworten
  2. crockl Beitragsautor

    Hmm, ich finde den Punkt recht offensichtlich und auf diese Weise auch recht feinfühlig rüber gebracht. Ebendieser . dreht sich doch um die Frage ob es nicht Grenzen gibt, die man besser nicht überschreitet oder die zu einem anderen Zeitpunkt oder in einer anderen Kultur erst zu solchen werden – in diesem Fall zu sagen, ER überschreitet eine Grenze erscheint mir etwas reflexartig um nicht zu sagen, ich glaube Du hast nicht richtig verstanden was gemeint ist.

    Antworten
  3. jooki

    Hab’s auch nicht auf Anhieb gerafft, er bleibt schon verschwurbelt in seiner Absicht. Witziger Weise benutzt der Zeichner die Darstellungen vom „Juden“ und „Bananenmann“ in dem Kontext und Absicht zu erklären, dass sie natürlich geschmacklos sind und manche Menschen eben einfach reflexartig solche Dinge wie Mohammed-Karikaturen verdammen und abgehen, relativiert dieses Verhalten, wirbt um gegenseitiges Verständnis. Witzig, dass er jetzt mit der bloßen, aus dem Kontext gerissenen Darstellung gleich wiederum „reflexartige“ Verdammnis erfährt und quasi besser daran getan hätte die Freiheit der Karikarturisten zu betonen.

    Ich halte es einfach immer noch für zivilisierter sich über Andersgläubige lustig zu machen als sie zu killen. Denn es gibt keine Provokation die Mord rechtfertigt.

    Aber „Habt ihr das auch gehört, dass Charlie Hebdo die Anschläge schon irgendwie verdient hat, weil sie so rassistische und fremdenfeindliche Karikaturen gemacht haben? Dann solltet ihr euch mal diese Webseite anschauen, die die Cartoons erklärt.“ http://www.understandingcharliehebdo.com/
    (Danke für die Klarheit Fefe, denn der Kontext ist entscheidend…)

    Antworten
  4. j

    Kann sehr gut sein, dass ich Sacco nicht verstanden habe. Und kann auch gut sein, dass das an mir liegt und nicht an seinem Comic.

    Geht mir genauso mit den Hebdo-Dingern. Klar, macht total Sinn Nazis zu kritisieren indem man genau wie sie eine Politikerin als Affen darstellt.

    Antworten
  5. jooki

    Jetzt geht es übrigens wieder zu wie beim letzten beim letzten Mohammed-Karikaturen Eklat: Nach den Freitagsgebeten kommen in Ländern am anderen Ende der Welt die Massen auf die Straße geschäumt. Nicht weil sie die Karikaturen verabscheuen könnten, weil sie sie kennen würden bzw. ?berhaupt gesehen hätten ( Bilder Verbot ). Sondern weil ihre Regime und Prediger sie gegen die westliche Gotteslästerung auf die Straße hetzen um von der programatischen Unterdrückung, in der sie leben abzulenken.

    Hey, da gibt es irgendwo auf der Welt Leute in einer Redaktion, die unsere Religion in ihren Cartoons als gewaltbereit darstellen, lasst uns also französische Kulturzentren niederbrennen.“

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.