Datennazis

7 Kommentare | 09.05.2011 | Ideologies, Politics, Tous les Crêpes |

Guys’n’grls, wie ich als zwar im Ausland weilender aber gut-informierter Bundesbürger unserer wunderbaren Bundzreplik erfahren habe, rennen bei euch ja grad so kleine Schnüffler rum und Stellen kleine aber feine Fragen zu sehr privaten Dingen, die dann in einer total sicheren und natürlich niemals zu missbrauchenden riesigen Datenbank gespeichert und sofort wieder gelöscht werden.

Sagt mal an, wenn das bei einem von euch passiert ist und wie ihr euch verhalten habt.

IHR HABT DOCH NICHT ETWA GELOGEN??!!?!!

Edit: Ach ja, die Taz hat da mal nachgefragt. Und: ♥ Juli Zeh

7 Gedanken zu „Datennazis

  1. KefRoyal

    Ich versteh ja die Prinzipien die Juli Zeh da anspricht und inwiefern sie mit dem Zensus verletzt werden, aber ich find diese Zensussache insgesamt schon ok.
    Bei einzelnen Fragen sollte man Antwort verweigern dürfen und es sollte eingangs immer sone Aufklärung über die Rechte und Weiterverwertung geben.
    Kann mir schon vorstellen, dass der EU im gesamten damit gut geholfen werden könnte.
    .
    Herrlich witzig wär’s ja, wenn irgendein Hacker sich die ganzen Daten unter den Nagel reißt, dann wartet, bis alle Bürger die Regierung verklagt haben und sie dann fein zurückgibt :D

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  2. jobo the hobo Beitragsautor

    @kefroyal: ich denke eigentlich auch, daß die daten sinnvoll verwendet werden KÖNNTEN (z. b. dieses wohnsituationsding kann ich gut nachvollziehen). ich finds allerdings ein bischen krass, daß verpflichtend zu machen und auch mit migrationshintergrund etc. ein bischen seltsam.
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    das mit dem hacker hab ich nicht verstanden. wir könnten den staat ja wohl so oder so alle wg. verletzung von privatsphäre oder sonstwas verklagen, machen wir aber nicht.
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    und daten kann man nicht zurückgeben, weil man sie ja i.d.r. nur kopiert (und nicht auch noch das original löscht). kleine haarspalterei, sorry +____+

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  3. jobo the hobo Beitragsautor

    @crockl: ich denke eher, daß die deutschen immer noch (kaisserreich??? ^______^) oder wieder (nach 68er/80er) so eine total kranke duckmäuserichkeit vor allem was nach autorität aussieht haben. da wird ohne aufzumüpfen alles preisgegeben, weil man ja verpflichtet ist und die das schon dürfen, was die da machen. das finde ich erschreckend. auch bei mir selbst tw.

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  4. KefRoyal

    Hast schon Recht, dass fragwürdig ist, dass Befragungen zu deiner Privatsphäre verpflichtend sind. Dagegen wäre es wahrscheinlich nützlich gewesen, die Fragen in Kategorien nach ihrer Anwendung einzuteilen, damit man dann dahingehend entscheiden kann, ob man für ein Verbesserung in der Situation bereit ist, seine Informationen herzugeben. Das mit dem Hacker war auch irgendwie eher ein unpraktikabler joke, kann mich ja auch in den Hacker nicht so gut reinversetzen… :D
    .
    Die angesprochene Duckmäuserichkeit könnte ich mir auch als sone Art Lethargie gegenüber soner ganzem Zeug vorstellen, weil viele Leute den Glauben an die Politik und tatsächliche Veränderungen verloren haben. Also, auch einhergehend mit der allgemeinen Politikverdrossenheit, Wahlbeteiligung und so… wirklich erschreckend…

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  5. KefRoyal

    PS: Du störst dich hoffentlich nicht dran, dass ich dir cooles Punkt-Themen-Abtrenn-System nachmache?
    .
    Oder?

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  6. jobo the hobo Beitragsautor

    Hihi, natürlich stört mich das nicht mit den Punkten, dient ja der Lesbarkeit ^______^
    .
    Mh, aber in diesem Fall muss man, finde ich, schon zwischen der Nicht-Protestieren-Lethargie und dem ohne Bedenken-privatestes-Preisgeben unterscheiden, vor allem der taz-Artikel ist ja echt erschreckend. „Wie oft haben sie Geschlechtsverkehr?“ WTF.

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