Erste „Wikileaks-Revolution“?

2 Kommentare | 17.01.2011 | Politics, Tous les Crêpes |

Edit Jo:

/Edit Jo

Eine interessante Sache spielt sich gerade in Tunesien ab, finde ich. Abgesehen davon, dass sich die Bevölkerung von einem unglaublich korrupten System zu befreien scheint, ist ja auch ziemlich interessant, wie die Revolution zustande gekommen ist. Heute gab es dazu einen Artikel in der SZ, der auswälzt, wie sich der Ben Ali-Clan – vor allem Frau Trabelski, die Frau des ehemaligen Diktators -, schamlos auf Kosten der Bevölkerung bereichert hat. Die Informationen zu den Exzessen kommen von der tropfenden Sanduhr rechts.

Inwieweit die Internet-Veröffentlichungen den Protest angeheizt haben, ist schwer zu beurteilen – das US-Fachmagazin Foreign Policy spricht von der „ersten Wikileaks-Revolution“.

Das ist dann vielleicht eine weitere Bestätigung für Wikileaks. Es zeigt die wirkliche Bedeutung jenseits von mehr oder weniger langweiligem Diplomatensmalltalk: Menschen, die nur Zugang zu korrupten Medien haben, können sich informieren und die Depeschen gleich mal ummünzen in Freiheitsbeschaffung.

2 Gedanken zu „Erste „Wikileaks-Revolution“?

  1. jobo the hobo

    yeah, aweseome, das ist irgendwie zuerst an mir vorbeigegangen und dann hab ich irgendwie bisher keinen einstieg gefunden. die sind jetzt schon weiter als die leider missglückte grüne revolution im iran, oder?

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  2. hal Beitragsautor

    bei der grünen revolution hab ich wiederrum keinen plan. ich penn nur gerade mit einem tunesier auf einem zimmer und da hab ich die sache oben hautnah mitgekriegt. kann man sich bei uns ja gar nicht vorstellen, so richtig angst um die eigene familie zu haben. es lebe die käseglocke deutschland…

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