Homöopathie ist unwirksam

7 Kommentare | 13.03.2015 | Life Style, Science |

Die Australische Gesundheitsbehörde hat „nun 57 systematische Übersichtsarbeiten und 176 wissenschaftliche Einzelstudien zusammengefasst“ und „Es gibt keine zuverlässigen Hinweise darauf, dass Homöopathie abseits des Placebo-Effekts wirksam ist.“

Wer ordentliche Placebo-Effects mag, könnte natürlich einfach an die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers glauben (100.000 years of evolutionary design ). Aber die Leude wollen halt Quacksalber, die ihnen gut zureden, ihnen Zuckerkügelchen verkaufen und dann beispielsweise Milchprodukte oder Rauchen verbieten, damit sie ein Projekt haben. Rituale sind wichtig, natürlich muss die Therapie sehr teuer sein damit sie wirkt und ganz entscheidend ist ein sanfter, einfühlsamer Tonfall.
Denn eines Besseren belehrt werden, das wollen die Leude lieber nicht.
Diese ebenso einfache wie zentrale Erkenntnis hat bei mir auch schon in Religionsfragen zur  kompletten Eintstellung inhaltsbasierter Diskussionen geführt, die sachliche Argumente oder etwas so Kaltes wie Logik bemühen. Deswegen wird uns solcher KlimmBimm natürlich alle überleben, aber dennoch friste auch ich meine Tage seither in größerer Gelassenheit.

7 Gedanken zu „Homöopathie ist unwirksam

  1. jooki

    Bitte nicht denken, dass ich nur rumstenkern wollte. Das eigentliche Interesse galt der Frage, ob faktische Wirklichkeit für Menschen je eine Rolle spielen kann. Das Ganze ließe sich auf die aktuelle Debatte über Impfungen oder eifrige Leugnung von Klimakollaps oder Evolution übertragen: „Hmm, es gibt haufenweise Untersuchungen und Belege dagegen und nicht mal einen belastbaren Grund zur Annahme, dass doch was dran wäre? Klar, einfach trotzdem dran glauben.“

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  2. j

    Alles Lügenpresse, Lügenwissenschaftler, Illuminati, Juden!

    Ich denke, dass wir es in solchen Fällen generell mit einem weiteren Auswuchs von „Glauben VS Wisschenschaft“ zu tun haben. Wenn sich solche Menschen von Fakten überzeugen lassen würden, gäbe es diese Diskussionen nicht.

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  3. Monk Honk

    Eigentlich müsste man wohl von objektiver oder subjektiver Weltauffassung reden. Das entschärft auch die Konfliktbehaftung, die „Glauben vs. Wissenschaft“ anklingen lässt. Ernüchtert betrachtet ist es die Motivation 99% der Widersprüche gegen eine These beiseite zu wischen um ein Prozent Ungewissheit als handfesten Beweis gelten zu lassen, wenn Mensch es gerade so will. Der Mensch benützt die Befähigung zum objektiven Denken gern als Werkzeug oder Waffe, denn mit Nachdenken kriegt man so Sachen hin, wie Elektrizität hin und Atombomben. Aber nur wenn der Homo Sapiens diese Fähigkeit auch als sein unabweisbares Schicksal akzeptiert, wird er mit seinem großen Potential auch das Richtige Tun vom Unsinn unterscheiden. Das weiß ich natürlich jetzt auch nicht mit Sicherheit, das darf ich nur mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen ;P

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  4. j

    Mh, ok.

    Grade bei Imgegner*innen versteh‘ ich den Hintergrund aber nicht, Anti-Klimawandel = Turbo-Kapitalismus, Homoöpathen = gutes Geld mit Schlangenöl. Aber nicht Impfen? Geld mit Vorträgen/Büchern verdienen? Oder sollte daraus tatsächlich mal kein Kapital geschlagen werden? Vielleicht Macht? Gibt’s sowas wie einen Anti-Impf-Papst?

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  5. jooki

    Ja genau, eigentlich faszinieren die Impfgegner in dieser Frage noch viel mehr. Keine feststellbaren strategischen Motive, einfach das subjektive Gefühl, dieses Impfen und die Schulmedizin seien irgendwie nicht natürlich oder BIO und es sei daher besser, diese mit unter tötlichen Krankheiten zu riskieren.

    Das Problem: aufgrund mangelnder Impfungen, inzwischen die Gefahr der massenhaften Ausbreitung, erledigter Krankheiten. So sehr, dass sie gerade eine Impf-Pflicht diskutieren. In Frankreich gibt es die bereits und die Leute können echt was erleben, wenn sie die Gesundheit ihrer Kinder und der Gesellschaft riskieren. http://m.heise.de/tp/artikel/44/44452/1.html

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  6. jooki

    Zur Frage der Subjektivität habe ich enorm dazu gelernt beim Anhören „der kleinen Geschichte der Menschheit“, die hab ich hier schon neulich empfohlen. Sobald Menschen nicht mehr alleine subjektiv dinge behaupten, sondern gemeinsam an dinge glauben nennt man das intersubjektiv und diese gegenseitige Beschwörung von Glaubensgegenständen wie zum Beispiel Göttern oder Geld, ist kaum mehr zu knacken und sitzt jeden Realitätscheck aus… http://www.web-crap.com/eine-kurze-geschichte-der-menschheit/

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  7. j

    Ich hätte spontan nix gegen Impfpflicht einzuwenden, da wär‘ ich dann unter Garantie geimpft und nicht „Keine Ahung, gegen was nochmal, wie lange hält das vor, Impfbuch grade verbaselt, sollte wahrscheinlich gemacht werden, aber aua Spritze“.

    Kann ja an die Krankenkasse gekoppelt werden, die haben ja sowieso schon all unsere Daten plus ein paar Billionen Überschuss, da können, die sich auch grad nochmal darum kümmern, das wir alle geimpft werden ^___^ Is ja sowieso alles Kommunismus hier (für die Amis)!

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