Sarah haut ma aufn Pult!

3 Kommentare | 10.02.2013 | Ideologies, Politics |

Wo mir neulich Js Forderung auch noch etwas zu undifferenziert anklang: Wenn man sich mal Sarah Wagenknechts kompakte Geißelung der Grichenland/Euro-Agenda von Schwarz-Geld reinzieht. Da möchte man doch glatt mal die ganze Mischpoke aus Zitat: „Finanzbranche, Konservativen und Kirche“ der lächerlichkeit preisgeben, oder hal? ..oder ist sie gar zu polemisch? ..und natürlich steht das jetzt in einem anderen Zusammenhang ;D

3 Gedanken zu „Sarah haut ma aufn Pult!

  1. hal

    es ging ja darum, menschen, die in der finanzbranche arbeiten, in der kirche sind oder bei der cdu ihr kreuz machen, mit nazis gleichzusetzen. und das ist meiner meinung nach ziemlicher quatsch. damit will ich konservative, neoliberale politik ja nicht verteidigen. der nazivergleich ist nur daneben und verharmlosend.

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  2. j

    @hal: okay, DAS sehe ich dann auch mal ein, dass mein getrolle die nazis verharmlost.
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    ansonsten:
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    wenn man sich dieses treiben im parlament so anschaut, kommt mir das system demokratie immer weniger sinnvoll vor, die kanzlerin geht dann mal, alle anderen schwarzgeldler starren mit verbissener miene ins leere oder unterhalten sich, frau wagenknecht schreit buchstäblich gegen eine wand (krass, die ist aber auch eine heftig unsympatische/schlechte rednerin, war mir garnicht klar). ich weiß nicht genau, was das alles bringen soll. da kommt mir dieses „wir heften die reden einfach ohne sie vorzulesen weg und stimmen so ab“ garnicht so doof vor. wer ändert denn da seine meinung wg. einer rede von der gegnerischen partei und stimmt dann gegen die parteilinie?
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    und so wirklich spannend finde ich den inhalt der rede jetzt auch nicht. ich hab mich mit der problematik „griechenlandhilfe“ nicht beschäftigt aber das da das geld nicht ankommt, wo es nützen würde, sondern da einfach nur gemauschelt wird ist jetzt absolut nicht überraschend. „Also DAMIT konnte wirklich NIEMAND rechnen!“
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    ich fand dann weiterhin den wrint über die hintergründe der „finanzkrise“ spanndender (vor allem, das griechenland und andere südeuropäische länder eine weitere dritte welt für dland (und vielleicht noch frankreich/UK sind) auf denen wir unseren reichtum aufbauen (u.a. durch seit jahrzehnten keine lohnsteigerung in d, dadurch dland „exportweltmeister“ was für diese länder natürlich der tod ist, wenn sie ihre eigenen produkte weder bei sich noch sonstwo verkaufen können, weil’s aus dland alles billiger gibt)). ist halt aber 18mal so lang. lohnt sich aber, wie gesagt.

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  3. j

    @hal: Andererseits: Ich lese grade wieder Chomsky und wenn man sich mal so reinzieht wie die USA seit dem zweiten Weltkrieg entweder selbst Kriegsverbrechen begehen und all die feinen Regeln, die „wir“ uns(/sie sich) damals wg. den Nazis auferlegt haben (Genever Konventionen, Menschenrechtsabkommen etc. pp.) immer ungestraft brechen oder diverse andere Völker zum Genozit ausbilden/anleiten (Südamerika, Südostasien) passt der Vergleich dann doch wieder ganz gut.
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    Niemand weiß wieviele Menschem im und an den Folgen des Vietnamkriegs gestorben sind aber schätzungen sind so zw. zwei und vier Millionen (nein, ich will weder die USA mit Hitler vergleichen noch die Bodycounts gegeneinander abwiegen, es geht einfach nur daraum, dass die Amerikaner Millionen von Menschen ermordet haben und NIEMAND dafür zur Rechenschaft gezogen wurde (okay, ein paar Soldaten vielleicht aber nicht die Militär-Strategen)). Und das war kein „legaler“ Verteidigungskrieg (genauswenig natürlich wie alle anderen Kriege der USA, Irak, Afganistan, Kosovo), da ging es einfach nur darum, dass sich in Südostasien keine „echte“ Demokratie (also keine Demokratie im Sinne der Amis, die hauptsächlich amerikanischen Interessen und Firmen dient) entwickeln sollte und andere Länder in Asien auf dumme Ideen kommen könnten (genau das befürchteten sie auch immer in Südamerika aber da reichte es bisher meist Diktatoren an die Macht zu putschen, die dann die Dreckarbeit machen).
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    Ich glaube nicht, dass es einen US-Präsidenten gibt, den man nicht wg. Kriegsvebrechen verurteilen könnte, Guantanamo, andere illegale Foltergefängnisse, dieser ganze Drogenquatsch in Südamerika und Afganistan/Pakistan, Bin Laden und Hussein werden ohne Prozess einfach ermordet.
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    Und auch immer wieder plakativ aber war: Jedes Kind, dass an Hunger stirbt, wird ermordet. Klar, dass ist nicht nur die Schuld der Finanzheinis und Konservativen sondern auch meine und deine aber es ist AUCH die Schuld von solchen Leuten. Wenn man sich mal die aktuellen Bücher von Arundhati Roy reinzieht, haben auch die (indischen aber natürlich nicht nur) Politiker und globalen Konzerne nicht nur ein paar Menschenleben auf dem Gewissen, mit ihren Staudämmen (WTO!), Regenwaldabholzung, Umsiedelung, Rabbau, Umweltzerstörung etc.
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    Oh, Lobbyisten, wie konnte ich sie nur vergessen! Wobei man die sicher zu Finanzmenschen/Konservativen zählen kann. Und die liebe Rüstungsindustrie! Wer billigt das denn alles, hat viele Freunde bei denen und in der Öl- und Finanzbranche, unterzeichnet keine Abkommen gegen Landminen, legt dauernd Veto bei der UN ein? Und ich möchte mal behaupten, auch wenn sie sich Demokraten nennen, sind das ja zumeist genauso konservative, geldgeile Säcke wie SchwarzGeldSPD oder Republikaner. Nicht umsonst heißen die Republicrats.

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