Zitat des Tages

8 Kommentare | 06.02.2013 | Ideologies, Politics, Racebender-Genderblender, Tous les Crêpes |

Darum ist jeder, der das N-Wort verteidigt, rassistisch. So einfach ist das. Jeder, der „schwul“ als Schimpfwort benutzt, ist homophob. So einfach ist das. Ja, auch wenn man es „nicht so meint“. Das ist auch für mich kein Problem mit der Redefreiheit, denn die hört da für mich auf, wo ich andere Menschen verletze bzw. verletzen kann.

<3 (Links von mir)

Standing ovation.

Und bitte Nazi als Schimpfwort benutzen und ihre beschissene Idiologie auslachen (hab‘ ich die Story schonmal gebracht, wo eine linke Gruppe die NSDAP(?) in einem Ort immer total lächerlich gemacht und sie immer ausgelacht und verarscht hat und dann hat sie in dem Dorf niemand mehr gewählt, weil die Nazis dann als das gesehen wurden was sie sind: total lächerliche Schwachmaten? Das ist ja auch die Stragetie von Anonymous zu Scientology aber ich denke wir sollten das auf die Finanzbranche, Konservative, Kirche etc. ausweiten).

8 Gedanken zu „Zitat des Tages

  1. hal

    naja, nur weil ein mensch in der finanzbranche arbeitet, konservativ oder in der kirche ist, muss man ihn ja nicht lächerlich machen oder in einen topf mit nazis schmeißen.

  2. j

    so, ’ne nacht drüber geschlafen, aber ich seh‘ das immer noch so:[start fefe-modus]doch, dass sollte man. gläubige kann man im einzelfall noch diskutieren, es gibt da natürlich auch diverse menschen, die echt gutes tun (und den ganzen bullshit, den religion seit 2000 jahren sowohl textlich als auch historisch (mittelalter, kreuzzüge, hexenjagd etc.) so mit sich rumträgt … continueing unreadable block of text thanks to this fucking comment editor. siehe unten.

  3. j Artikelautor

    so vielleicht?

    so, ’ne nacht drüber geschlafen, aber ich seh‘ das immer noch so:

    [start fefe-modus]

    doch, dass sollte man.

    gläubige kann man im einzelfall noch diskutieren, es gibt da natürlich auch diverse menschen, die echt gutes tun (und den ganzen bullshit, den religion seit 2000 jahren sowohl textlich als auch historisch (mittelalter, kreuzzüge, hexenjagd etc.) so mit sich rumträgt irgendwie erfolgreich verdrängen). aber das engangement würde ohne ihren glauben genausogut funktionieren. und insgesamt als institution (i know, DIE kirche zu verurteilen ist genau wie DEN islam zu verurteilen, mir egal.) kann man die kirche schon in einen topf mit nazis werfen (keine kondome in afrika=aids, mädchen-beschneidung(?), homo-ehe, frauenbild, missbrauchs-geschichten, vergewaltigungs-behandlungs-verweigerung, steuer-abzocke, sklaventreiber-niedriglohn etc. pp.). kirche und nazis vertreten beide weltfremde, gestrige idiologien, die mehr schaden als nutzen (bei nazis natürlich nur ersteres).
    .
    und wenn ich sowas (in der wirtschaftswoche!) (via dem <3-artikel) lese, möchte ich nicht nur kotzen und weinen sondern auch durchaus konservative und finanzmenschen mit nazis in einen topf werfen, dass passt schon ganz gut.
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    und sogar wenn finanzmenschen nicht alle solche nazis* sind wie der wiwo-chefredakteur, ist der finanzmarkt insgesamt überflüssig und schädlich, hallo nahrungsmittelspekulation. in welchem fall bringen der/den menschheit/menschen/99%/armen denn aktien, zinsen, high-speed-trading etc. irgendwas gutes?
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    oh, ich hab‘ militär und politiker (finanzminister, no less!) vergessen.

    *nazi(schwul, eskimo, neger) meine ich ja garnicht beleidigend, so nenne ich halt konservative, ist ja sein problem, wenn er sich beleidigt fühlt!

    [end fefe-modus]

    das ist übrigens noch ein ganz interessantes detail zu dem sexismus der sprache-ding: in den kommentaren (nicht hier natürlich, bei yt) tauchte auf, das die schwulenbewegung es zumindest teilweise geschafft hat, dem wort seine negative bedeutung zu entziehen. klar, können nazis/idioten das als schimpfwort benutzen aber es kann auch neutral/positiv benutzt werden (as in: „ich bin schwul“). ziemlich coole sache, d. h. es funktionieren nicht nur so begriffskämpfe wie pornoscanner/nacktscanner vs. körperscanner, sondern man kann es auch (in jahrzentelanger, mühsamer kleinarbeit) schaffen, negativ besetzte worte neutral zu machen.

  4. jooki

    Die Realität ist dann meistens noch etwas komplexer, es gibt nämlich einen breiten Mainstream an US-Afroamerikanern die mit Stolz das N-Wort auf sich selbst verwenden. Die kannst du doch auch nicht einfach alle Nazis schimpfen? Oder?

    Man muss vorsichtig sein, wenn man eine radikale oder kategorische Ansage macht, die laufen schnell in Gefahr strukturell unterkomplex auszufallen. Fürchte ich.

  5. j Artikelautor

    hä? what? das afro-amerikaner untereinander das n-wort benutzen ist mir klar. das ist bei der schwulenbewegung übrigens soweit ich weiß auch so, dass die sich untereinander for the lolz als schwuchtel, tunte etc. bezeichnen (vorausgesetzt, es ist dem gegenüber recht, natürlich). beides hat aber nichts damit zu tun, dass leute außerhalb dieser jeweiligen gruppen nicht dürfen. zu dem es sei denn natürlich, sie werden dazu eingeladen! m(
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    und vor allem hat das auch überhaupt garnichts nichts mit meiner argumentation zu tun. warum sollte ich afro-amerikaner und homosexuelle als als nazis bezeichnen, weil sie – wie ich es in meinem kommentar schon anmerkte – die für sie benutzten schimfwörter positivieren? wie sich leute untereinander im einvernehmen bezeichnen ist total egal, es geht darum, dass man die wünsche, vor allem von unterrepräsentierten „randgruppen“ nach ihrer benennung (und anderen dingen!) nicht ignoriert (vor allem wenn diese bezeichnungen eine rassistische/abwertende bedeutung/vergagenheit haben). aber genau das tut dieser wiwo-heinz mit dem ewig scheinheiligen argument der redefreiheit. der würde sich im amiland sicher sehr wohl fühlen, wo kkk und andere idioten dank freedom of speech ungestraft ihre menschenverachtenden ideologien verbreiten dürfen.

  6. jooki

    Aber diese Einschränkung geht aus deiner grundsätzlichen Definition im obigen Artikel ja nicht vor, knallhart Wortlaut folgend müsste man eher noch vermuten, dass die einen negativen Rassismus gegen sich selbst entwickelt haben, Opferrollen im Sprachgebrauch für sich akzeptieren.

    Ich weiß ja wie du’s meinst, aber „so einfach ist das“ dann doch nicht, wenn man exakt sein will muss die Definition stimmen. Und wenn man sich aus guten historischen Gründen den Gebrauch einer Bezeichnung durch andere verbittet, ist es gelinde gesagt ambivalent, dieses Prädikat für sich selbst zu benutzten oder gar populärkulturell zu befördern, weil das mindestens kontraproduktiv ist wenn es ernsthaft darum gehen soll eine Beschimpfung aus dem Sprachgebrauch verschwinden zu lassen.

  7. j Artikelautor

    Jaaaaaaaahaaaa.
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    Klar, ist das nicht so die ultraeffektive Vorgehensweise zu versuchen Schimpfwörter, die auf dich/deine Gruppe angewendet werden, positiv zu konnotieren (z. B. auch: Bitch), weil dann Kleinkinder, Nazis und andere beschränkt Intelligente daherkommen können, „Wäwäwä, die sagen dass aber untereinander auch, also ich will, mimimi.“ Ernsthaft?
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    Über diesen Fallstrick hatte ich bei meinem Beispiel mit der Positivierung von „schwul“ auch nochmal nachgedacht, es aber zu erwähnen vergessen. So sorry!
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    Ich kann mich dran erinnern, dass ich über diesen Sachverhalt (Rapper dürfen das N-Wort benutzen) mal als Teenager gestolpert bin aber SOGAR FÜR MICH war da die Trennung zwischen „Innerhalb der Gruppe = Okay“ und „Außerhalb = No Go“ nachvollziehbar.
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    „Darum ist jeder, der das N-Wort verteidigt [z.B. mit dem Argument, dass Afro-Amerikaner es auch benutzen], rassistisch.“
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    Besser?

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